Sport in der Schwangerschaft: Darauf solltest Du achten
Welche Sportarten sind für die Schwangerschaft geeignet?
Grundsätzlich gibt es sehr viele Sportarten, die die Schwangeren ausführen können. Dazu zählen sowohl das Ausdauertraining als auch Kraft- und Dehnübungen. Und selbstverständlich ist es auch hier sehr individuell. Es hängt zum einen davon ab, wie viel und welchen Sport die Frau vor der Schwangerschaft gemacht hat. Wenn sie regelmäßig und mehrmals wöchentlich Sport gemacht hat, kann das Training anders aussehen als für eine Frau, die nur wenig bis gar keinen Sport vor ihrer Schwangerschaft ausgeübt hat. Und es hängt auch von den körperlichen Verfassung ab (starke Übelkeit, Atemprobleme etc.)
Für ein Ausdauertraining in der Schwangerschaft bieten sich zum Beispiel folgende Sportarten an:
- schwimmen
- walken
- radfahren (wenn sich die Frau auf dem Fahrrad noch sicher fühlt und es sich um kein Rennrad handelt)
- Crosstrainer
- Ergometer
Für die Kräftigung und Dehnung gibt es unter anderem folgende Möglichkeiten:
- Aquafitness
- Gymnastik
- Pilates
- Yoga
- adäquate Geräte im Fitnessstudio
Welche Sportarten sind in der Schwangerschaft weniger bzw. nicht empfehlenswert?
Es gibt einige Sportarten, die für Schwangere nur bedingt bis gar nicht geeignet sind. Dazu zählen zum einen Sportarten, die ein hohes Gefahrenpotential haben, zum Beispiel Skifahren oder Reiten oder auch Ballsportarten wie Fußball.
Darüber hinaus gibt es Sportarten, die aufgrund der Belastung für die Gelenke und/oder für den Beckenboden nicht empfehlenswert sind, wie zum Beispiel Joggen oder Trampolinspringen.
Durch die Hormonumstellung werden Muskeln, Sehnen und Bänder in der Schwangerschaft weich, dadurch können starke Belastungen für die Gelenke und die Beckenbodenmuskulatur schwierig sein.
Worauf sollten die schwangeren Frauen während des Sports achten?
- Um Risiken für das ungeborene Baby auszuschließen, sollte eine starke Überhitzung durch hoch-intensives Training vermieden werden.
- Die Frau sollte während des Sports immer sprechen können, das heißt, nie so aus der Puste sein, dass sie nicht mehr sprechen kann und in den anaeroben Bereich kommt
- bei plötzlichen Schmerzen, Krämpfen im Bauchbereich, Schwindel oder Unwohlsein sollte die Frau das Training beenden und gegebenenfalls einen Arzt aufsuchen.
Grundsätzlich gilt, dass die schwangere Frau sich während des gesamten Trainings wohl fühlen und sich nicht überlasten sollte.
Wann darf kein Sport in der Schwangerschaft gemacht werden?
Es gibt medizinische Gründe, warum manche Frauen in der Schwangerschaft keinen Sport machen dürfen, dazu zählt zum Beispiel das Risiko von vorzeitigen Wehen. Bei medizinischen Gründen, die Sport ausschließen, wirst Du immer den Hinweis von deiner Frauenärztin/von deinem Frauenarzt bekommen. Dann ist leider die Ausübung von Sport in der Schwangerschaft nicht mehr möglich.
Gibt es Kräftigungsübungen, die die Schwangere nicht mehr ausüben sollte?
Ja, die gibt es. Dazu zählen zum Beispiel ab dem 6. Schwangerschaftsmonat Stützpositionen mit langem Hebel.
Im Schwangerschaftsgymnastik-Kurs im MamaBabyRaum erfährst du, welche Übungen es noch gibt, die in der Schwangerschaft nicht mehr ausgeführt werden sollten.
Worauf solltest du bei der Trainerin achten?
Es reicht nicht, dass die Trainerin „normale“ Fitnesstrainerin ist. Sie muss eine Qualifizierung im Bereich Sport in der Schwangerschaft haben. Ansonsten ist nicht gewährleistet, dass das Training für die Schwangerschaft geeignet ist bzw. im schlechtesten Fall sogar schädlich.
Die Kursleiterin im MamaBabyRaum (Silke) ist nach dem hochwertigen MamaWORKOUT® – Konzept zertifiziert und gibt seit über 10 Jahren Schwangerschaftsgymnastik-Kurse.